Artenschutz

Zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten vor Beeinträchtigungen durch den Menschen sind auf gemeinschaftsrechtlicher und nationaler Ebene umfangreiche Vorschriften erlassen worden.

Europarechtlich ist der Artenschutz in der FFH-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie verankert.

Im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vom März 2010 sind die Verbotstatbestände in § 44 Abs. 1 und 5 und die Ausnahmevoraussetzungen in § 45 Abs. 7 aufgeführt.

Der Neu- und Umbau von Infrastrukturen führt in vielen Fällen zur Beeinträchtigung von Populationen unterschiedlichster Arten. Die entstehenden Auswirkungen sind durch entsprechende Maßnahmen im Vorfeld zu vermeiden oder zu vermindern bzw. durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu kompensieren.

Beispielsweise wird durch Zerschneidung von Lebensräumen oder Wanderbeziehungen durch die Schaffung von Querungsmöglichkeiten ausgeglichen. Dazu zählen z. B. für Amphibien der Einbau von Sperr- und Leiteinrichtungen sowie Unterführungen vorgesehen. Für Fischotter und Biber werden Bermen an Brückenbauwerken oder separate Durchlässe einschließlich Leiteinrichtungen berücksichtigt.

Grünbrücken oder Unterführungen dienen der Vernetzung von Lebensräumen und können nicht nur vom Wild sondern auch von vielen weiteren Tierarten wie Kleinsäugern, Amphibien, Reptilien und Insekten genutzt werden.

Diese Maßnahmen zur Wiedervernetzung, wie sie z. B. durch das Konjunkturpaket II (Externer Link) gefördert wurden, sind hierbei ein wesentlicher Baustein, dem Artenschutz Rechnung zu tragen.

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