Wetterentwicklung und Straßenzustand

Die Information zum aktuellen Wetterverlauf und zum Straßenzustand ermöglicht die situationsgerechte Einsatzanweisung zum Winterdienst. Die Wetterberichte zum Winterdienst erlauben eine Beurteilung des Wetterverlaufes in den nächsten Stunden und Tagen und müssen durch eigene Straßenzustandsbeobachtungen ergänzt werden. Hier liegt eine große Verantwortung der Entscheidungsträger, aus den gewonnenen Erkenntnissen das Risiko zwischen notwendigem und nicht notwendigem Einsatz wirtschaftlich zu vertreten.

Im Land Brandenburg wird das für die Bundesfernstraßen bundesweit eingeführte Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) angewendet. Aus dem an der Autobahn aufgebauten Messnetz von derzeitig 30 Anlagen kommen detaillierte Straßenzustands- und Wetterinformationen in die Straßenbauverwaltung des Landes.

Die Messstellen erfassen die Lufttemperatur, die Windgeschwindigkeit, die relative Luftfeuchtigkeit, den Niederschlag, die Bodentemperatur an der Fahrbahnoberfläche und in 30 cm Tiefe und errechnen selbst eine Messstellenprognose, die im 15-Minuten-Abstand mit allen Daten an den Großrechner des DWD übertragen werden.

Der DWD liefert im Gegenzug mehrmals täglich die Wetterprognosen für die wetterunterschiedlichen Regionen des Landes, die unverzichtbar für die Einsatzvorbereitung und -durchführung im Straßenwinterdienst sind.

Jede Meisterei hat die Möglichkeit, die eigenen SWIS- Messstellen und die der umliegenden Meistereien einzusehen, um die Datenlage für eigene Entscheidungen zu nutzen.