Landesbetrieb Straßenwesen

Feuchtsalz "FS 100"

In Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen hat in den vergangenen Jahren der LS im Rahmen eines Forschungsprojektes das Aufbringen reiner Tausalzlösungen (FS 100) auf den Straßen mit überwiegend positivem Ergebnis getestet.
Derzeit wird im LS an einer weiteren Optimierung der Sprühtechnik für die Soleausbringung und der Lademöglichkeit für Sole gearbeitet.

Im Einsatz sind zwei technisch verschiedene Varianten in 3 Meistereien:
In zwei Straßenmeistereien befinden sich sogenannte Kombi-Streuer mit vergrößerten Soletanks im Einsatz, die es erlauben, mit der FS-100-Technologie zu streuen (sprühen), aber auch in geringem Umfang Salz mit der FS-30-Technologie auf die Straße zu bringen.
In einer Autobahnmeisterei wird der vorhandene übliche Streuautomat mit einem flexiblen Soletank im Feststoffbehälter ergänzt. Dies ermöglicht nach kurzer Umbauzeit (10 - 15 min.) den Einsatz der FS-100-Technologie mit herkömmlichen Streuautomaten.

Nach den bisher gewonnenen Praxiserfahrungen zeigen die ausgebrachten Sole-Lösungen bei Einhaltung bestimmter Rahmenbedingungen eine ausreichende Wirkung bei der Glättevermeidung und Glättereduzierung trotz des deutlich geringeren Salzeinsatzes im Vergleich zu FS 30.
Ein großer Vorteil der Tausalzlösungen gegenüber dem Feuchtsalz FS 30 ist bei der Präventivstreuung die deutlich längere Liegedauer auf der Fahrbahn.
Alle bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der Einsatz von Tausalzlösungen für viele Einsatzfälle eine geeignete Alternative zum Feuchtsalz ist, mit der sich der spezifische Tausalzverbrauch weiter deutlich verringern lässt.
Allerdings kann die Sole das Feuchtsalz nicht in jeder Beziehung ersetzen, da sie bei schnee- und eisbedeckter Fahrbahn und bei sehr niedrigen Temperaturen nicht verwendet werden kann.