09.10.2017‚AKR‘-Schäden auf Autobahnen werden zügig saniert

A 2, km 25 bis 38,5 rechte RF,AKR-Maßnahmen - Fugeneinbrüche © LS: Ines Brassen

Die Beseitigung von Schäden auf Autobahnen durch die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) – gemeinhin auch als „Betonkrebs" bezeichnet – schreitet planmäßig voran.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg (LS) hat in diesem Jahr auf 11,7 Kilometern die Fahrbahnen erneuert, auf 48,2 Kilometern wird noch gearbeitet.
Insgesamt sind in 2017 ca. 50 Mio. Euro für umfangreiche AKR-Sanierungen auf Bundesautobahnen in Brandenburg vorgesehen. Der Umfang der Schäden ist zum Teil größer als erste Proben vermuten ließen, dennoch werden alle diesjährig geplanten Vorhaben abgeschlossen. Seit 2005 wurden etwa 99 Kilometer Fahrbahnen saniert. Bis 2023 werden insgesamt ca. 180 Millionen Euro zur Beseitigung von Schäden durch die Alkali-Kieselsäure-Reaktion auf unseren Autobahnen eingesetzt.

In diesem Jahr ist mit der Sanierung der Abschnitte auf der A 2 und auf der A 9 begonnen worden. Saniert wird derzeit noch die geschädigte Fahrbahn zwischen den Abfahrten Staakow bis Freiwalde auf der A 13. Von den 730 km Richtungsfahrbahnen in Betonbauweise gibt es im Land Brandenburg auf ca. 300 km Verdachtsflächen, 160 Kilometer davon gelten als mit Sicherheit geschädigt, weitere 140 Kilometer weisen unklare Merkmale auf.

Begriffserläuterung Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR):

Reagiert Kieselsäure, die in bestimmten Gesteinen enthalten sein kann, mit den im Porenwasser des Zementsteins enthaltenen Alkalien. Dabei bildet sich ein Alkali-Kieselsäure-Gel, das zur Rissbildung im Beton führt. In der Folge kann das gesamte Betongefüge der Fahrbahn zerstört werden. Die Reaktionsgeschwindigkeit ist unter anderem abhängig vom verwendeten Gestein und von witterungs- und verkehrsbedingten Einflüssen. Zu sehen sind die Anzeichen von AKR durch Verfärbungen im Bereich der Querfugen und durch Netzriss- und Längsrissbildung an den Querfugen. Ist die Schädigung voll ausgeprägt, treten starke Schäden an der Oberfläche bis hin zur „Verschotterung" der Fahrbahn auf. Wird die auf solchen Strecken ausgewiesene Geschwindigkeitsbeschränkung missachtet und die schadhafte Strecke mit hoher Geschwindigkeit passiert, besteht die Gefahr, dass sich Brocken aus der Fahrbahn lösen und nachfolgende Fahrzeuge beschädigen. Deshalb gibt er derzeit Geschwindigkeitsbeschränkungen auf  100 oder 80 Km/h auf den Autobahnen A 10, A 13 und A 2.

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