Begriffserläuterungen zum Lärmschutz

Folgende Begriffe werden im Zusammenhang mit Lärmschutzmaßnahmen verwendet:

  • Der Schall:
    Schwingende Luftteilchen erzeugen Luftdruckschwankungen, die innerhalb des Hörbereichs des Menschen (zwischen 16 und 20.000 Hertz) als Schall wahrgenommen werden. Sie können z. B. durch eine Lautsprechermembran oder eine angeregte Geigensaite verursacht werden.
  • Der Lärm:
    Empfindet der Mensch Schalleindrücke als störend, spricht man nicht mehr von Schall, sondern von Lärm. Lärm ist also unerwünschter Schall.
  • Das Dezibel(A):
    Beurteilungspegel für Verkehrsgeräusche werden grundsätzlich in A-bewerteten Schalldruckpegeln angegeben, deren Maßeinheit das Dezibel(A) bzw. das dB(A) ist. Die sog. A-Bewertung berücksichtigt, dass das menschliche Ohr auf niedrige Frequenzen – also auf tiefe Töne – weniger empfindlich reagiert als auf hohe.
  • Der Mittelungspegel:
    Der Mittelungspegel kennzeichnet zeitlich veränderliche Schallpegel durch eine Zahl, die in dB(A) angegeben wird. In den Mittelungspegel gehen Stärke und Dauer jedes Einzelgeräusches während eines bestimmten Beurteilungszeitraumes ein.
  • Der Beurteilungspegel:
    Straßenverkehrsgeräusche in der Nähe von Kreuzungen und Einmündungen mit einer Ampel sind für Anwohner störender, als die bei stetig fließendem Verkehr. Diese erhöhte Störwirkung wird durch einen Zuschlag von bis zu 3 dB(A) zum Mittelungspegel berücksichtigt. Hierdurch wird der Mittelungspegel zum Beurteilungspegel, der ebenfalls in dB(A) angegeben wird.
  • Die Emission:
    Unter Emission versteht man das von einer Schallquelle abgestrahlte Geräusch. Die Schallquelle befi ndet sich am Emissionsort. Der Schallpegel, der z. B. die Schallquelle „Straßenverkehr“ beschreibt, heißt Emissionspegel.
  • Die Immission:
    Immission ist das bei einem Empfänger – z. B. dem menschlichen Ohr – ankommende Geräusch. Der Standort des Empfängers ist der Immissionsort. Der dort ankommende Schallpegel ist der Immissionspegel. Immissionspegel des Straßenverkehrs sind immer Beurteilungspegel.
  • Verdoppelung der Schallquelle:
    Eine Verdoppelung der Zahl der Schallquellen – in diesem Fall der Zahl der Fahrzeuge – führt zu einer Erhöhung des Beurteilungspegels um 3 dB(A). Wird die Zahl der Fahrzeuge halbiert, verringert sich der Beurteilungspegel um 3 dB(A).

        Veränderungen des Beurteilungspegels von Verkehrsgeräuschen um 3 dB(A) werden vom Gehör des Menschen gerade noch wahrgenommen. Erst eine Pegelverringerung um 10 dB(A) empfindet der Mensch als Halbierung der Lautstärke.

Letzte Aktualisierung: 10.02.2012

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