Auf einen Blick

Die Bundesstraße (B) 188 ist eine der längsten Bundesstraßen quer durch den Norden Deutschlands. Sie verbindet die B 5 mit der B 3 und führt auf einer Gesamtlänge von 214 km durch die Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.

Auf dem Gebiet des Landes Brandenburg quert die B 188 das Havelland auf ca. 37 km Länge.

Im Zuge der B 188 (alt) wurde die Ortsdurchfahrt (OD) Rathenow in Spitzenzeiten mit über 2.500 Kfz/h belastet. Diese Verkehrsmengen sind mit hohen Lärm- und Abgasbelastungen verbunden und haben die Wohnqualität der Rathenower erheblich beeinträchtigt. Insbesondere im Kreuzungsbereich der B 188 mit der B 102 kam es im Zentrum der Havelstadt regelmäßig zu Stauerscheinungen. Zudem hat auch die Unfallhäufigkeit erheblich zugenommen. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit war eine Verlegung der Bundesstraße dringend geboten. Im aktuellen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen wurde der Neubau als vordringlicher Bedarf ausgewiesen.

Neues Fenster: Bild vergrößernLageplan der Ortsumgehung einschließlich Darstellung der Baulose

Bereits 1991 ist in der Antragskonferenz zum Raumordnungsverfahren der Untersuchungsraum für die Ortsumgehung (OU) Rathenow festgelegt worden. Weitere Meilensteine der Planung waren die Umweltverträglichkeitsstudie von 1992 bis 1997, das Raumordnungsverfahren und die Linienbestimmung. Mit der Entwurfsplanung wurde am 13.01.1998 begonnen, wobei die Entwurfslösung nicht von der Linienbestimmung abweicht. Letztendlich ist der Entwurf zur OU Rathenow am 07. Januar 2002 bestätigt worden.

Durch den Neubau der B 188n Ortsumgehung Rathenow wird der Durchgangsverkehr grundlegend verlagert. Der Neubau beginnt westlich von Rathenow bei Großwudicke, führt entlang der Südseite der ICE Strecke Hannover   Berlin (VDE Nr. 4) und endet östlich von Rathenow in Höhe des Eichendreiecks in der Gemarkung Neu-Friedrichsdorf. Im Rahmen der Ortsumgehung Rathenow waren insgesamt 9,24 km Bundesstraße neu herzustellen.

Die B 188n wurde auf ca. 6 km Länge als anbaufreie Straße außerhalb bebauter Gebiete und auf ca. 3 km innerhalb bebauter Gebiete mit vorwiegender Verbindungsfunktion errichtet. Dafür mussten sechs plangleiche bzw. teilplanfreie Knotenpunkte errichtet werden.

Gebaut wurde ein einbahniger Straßenquerschnitt RQ 10,5 in Bauklasse 2.
Die Herstellung der Ortsumgehung Rathenow erforderte im gewählten Trassenverlauf den Bau von 8 Brückenbauwerken:

  • BW 2-1 - Überführung eines Wirtschaftsweges über die B188n
  • BW 3-1 (Bestand) - Überführung der L96, Abfangung der Böschung einschließlich Herstellung der Berme
  • BW 5-1 - Überführung der B188n über die Havel, Lichte Weite ca. 204 m
  • BW 6-1 - Überführung der B188n über die Nebenbahn Treuenbrietzen – Neustadt/ Dosse
  • BW 6-2 - Überführung der B188n über die B102
  • BW 7-1 (Bestand) - Verlängerung des bestehenden Fußgängertunnels
  • BW 8-1 - Überführung der B188n über die Nebenbahn Treuenbrietzen – Neustadt/ Dosse
  • BW 8-2 - Überführung der B188n über die ICE-Strecke Hannover – Berlin und die Stammstrecke Stendal - Berlin

Da die Trasse auch einige vorhandene Gräben kreuzt, war die Anlage mehrerer Durchlassbauwerke einschließlich amphibiengerechter Gestaltung mit entsprechenden Leiteinrichtungen erforderlich.

(Stefan Friedel)

Letzte Aktualisierung: 18.08.2015

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