21.12.2018B 109: Brücken- und Straßenbau bei Blindow (Prenzlau)

Die Bundesrepublik Deutschland, das Land Brandenburg, die Deutsche Bahn AG sowie die Stadt Prenzlau und die Stadtwerke Prenzlau investieren rund 12,5 Mio. EUR in die Brücken- und Straßenbaumaßnahme, die sich aus mehreren Einzelbaumaßnahmen zusammensetzt. Dabei werden die beiden Eisenbahnbrücken erneuert, der Knoten zum Gewerbegebiet am Umspannwerk wird umgebaut und straßenbegleitend wird an der B 109 von Prenzlau bis Blindow ein Radweg angelegt.

Die Gesamtlänge der Ausbaustrecke beträgt 1.995 m. Für die Realisierung werden insgesamt 565 Werktage mit einem voraussichtlichen Bauende im September 2020 veranschlagt. Die Bietergemeinschaft Hentschke Bau GmbH/ Fa. Oevermann Verkehrswegebau GmbH hat den Zuschlag für das Bauvorhaben erhalten.

Der Baubereich für die Brückenerneuerung über die ehemalige Eisenbahnstrecke Löwenberg - Prenzlau umfasst den Abschnitt ab der Gewerbestraße bis  Am Umspannwerk. Die Arbeiten werden unter Vollsperrung im Januar 2019 beginnen, im Oktober 2019 erfolgt dann die Freigabe für den öffentlichen Verkehr.

Um das Bestandsbauwerk vollständig abbrechen zu können, ist die untenliegende Gleisanlage zu demontieren. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gleis wieder eingebaut, so dass die bahnseitige Erreichbarkeit des Gewerbegebietes nach einer Unterbrechung von ca. 6 Wochen wieder möglich ist. Die neue Brücke überführt von Prenzlau aus auf der linken Seite einen kombinierten Geh- und Radweg. Sie wird als schiefwinkliges Rahmenbauwerk mit einer Stützweite von rd. 16,5 m hergestellt.

Der Verkehr wird in dieser Zeit über die ortsnahe Umfahrung Gewerbestraße, Triftstraße, Am Umspannwerk und umgekehrt geleitet. Für den überregionalen Verkehr wird während des gesamten Bauzeitraums eine großräumige Entlastungsumleitung über die A 20 angeboten. Sie führt von der AS Pasewalk-Süd bis zur AS Prenzlau-Ost.

Parallel dazu beginnen die Arbeiten am zweiten Brückenbauwerk. Dieses überführt die Fernbahnstrecke nach Stralsund und wird in nördliche Richtung hinter dem alten Bauwerk errichtet. Das Bestandsbauwerk bleibt während der Bauzeit weiterhin unter Verkehr, damit entfällt eine weitere Sperrung der B 109.
Die Brücke wird als schiefe Stahlverbundkonstruktion mit massiv flachgegründeten Widerlagern ausgeführt. Die Stützweite beträgt rd. 42 m.
Im Vorfeld zum Neubau müssen Teile der Oberleitungsanlage sowie Telekommunikationsleitungen und  Anlagen der Leit- und Sicherungstechnik der Bahn an den neuen Brückenstandort angepasst werden. Die dafür notwendigen Sperrpausen beginnen im April nächsten Jahres. Nach Fertigstellung der Brücke im Juni 2020 erfolgt dann im gleichen Monat in mehreren Nachtsperrpausen der Abbruch des alten Brückenbauwerkes.

Für verschiedene Straßenbauabschnitte, einschließlich des Knotenausbaus am Umspannwerk und  der Herstellung der Straßenanbindung an die neue Brücke über die Fernbahn, werden temporär straßenbegleitende Umfahrungen errichtet. Die Nutzung erfolgt dann einstreifig mit  Lichtsignalregelung.

Im Bereich des Umspannwerkes werden baubegleitend umfangreiche Arbeiten der Stadtwerke am Netz der Gas- und Wasserversorgung ausgeführt. Diese werden notwendig, um Baufreiheit für den Straßen- und Radwegebau zu schaffen.

Im Zuge des Baufortschritt sind regelmäßige Informationen vorgesehen.

Auswahl

Jahr
Rubrik


Aktuelle Stellenangebote

Illustration Jobs


Ihre Pressekontakte

  • Dr. Cornelia Mitschka
    Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg
    Dienststätte Stolpe
    Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Medien
    Stolpe, An der Autobahn A 111
    16540 Hohen Neuendorf
    Tel.: 03302 804-1666
    E-Mail: Cornelia.Mitschka@LS.Brandenburg.de