30.04.2019L30: Radwegsanierung an der L 30 zwischen Neu Zittau und Erkner

Aufgrund massiver Beschwerden von Radfahrern, insbesondere von Eltern, deren Kinder den Radweg zwischen Neu Zittau und Erkner als Schulweg benutzen, wurde 2016 mit der Planung von Sanierungsarbeiten begonnen.

Während die L 30 überwiegend in leichter Dammlage verläuft, liegt der Radweg auf dem Niveau des angrenzenden Geländes. Unmittelbar auf der westlichen Seite der L 30 verläuft die Spree. Im Bereich der Baustrecke sind mehrere Durchlässe im Zuge der L 30 vorhanden, die bei steigenden Pegelständen der Spree für einen Ausgleich sorgen. Die führt in regenreichen Zeiten zu Überschwemmungen des geländegleich liegenden Radweges, die je nach Hochwasserlage mehrere Wochen andauern können. Außerdem kam es aufgrund dieser Umstände bereits zu schweren Schäden am Oberbau des Radweges. Dazu gehören Verformungen und Absackungen aufgrund von Unterspülungen, vertikaler Absätze im Pflasterbereich und Verdrückungen im Randbereich.

Infolge dessen musste der Radweg bereits mehrfach  gesperrt werden. Die sich daraus ergebende Benutzung der Landesstraße durch die Radfahrer stellte sich für diese als sehr gefährlich dar.

Dieser Zustand soll mit der jetzt begonnenen Baumaßnahme geändert werden. Gleichzeitig wird die Verkehrsführung für Radfahrer im Ortseingangsbereich verbessert.

Die vorhandene Deckschicht und die Fahrbahnmarkierung werden bis auf Höhe des Penny–Marktes erneuert.

Da der vorhandene Radweg für die Dauer der Instandsetzung nicht benutzbar ist, musste eine praktikable Lösung für alle Verkehrsteilnehmer gefunden werden.

Zum Schutz der Radfahrer (in beide Richtungen) ist die temporäre Sperrung einer Fahrbahnhälfte mittels Lichtsignalanlage (Ampel)  und damit die Einrichtung einer abschnittsweisen Behelfsfahrbahn für Radfahrer unerlässlich.

Die Alternative wäre eine Einbahnstraßenregelung mit großräumiger Umleitungsstrecke (A 10 bzw. noch weiter östlich) gewesen.

Verkehrszählungen haben ergeben, dass es keinen großen Unterschied macht, ob inner – oder außerhalb der Ferien gebaut wird.

Um auf Belange der Verkehrsbetriebe (Busverkehr–Oder-Spree) Rücksicht zu nehmen, wird von den beauftragten Baufirmen die Ausführung von Baumaßnahmen vorrangig in den Ferienzeiten gefordert. Allerdings stoßen diese jedes Jahr an ihre Kapazitätsgrenzen. Das Erbringen sämtlicher Bauleistungen im öffentlichen Straßenraum innerhalb von Ferienzeiten ist schlicht unmöglich. Im konkreten Fall reichen auch sechs Wochen Sommerferien nicht aus, da ein abschnittsweises Bauen langwieriger ist.

Die häufig kritisierte Praxis der Abstimmung von Baumaßnahmen der beiden Bundesländer Berlin und Brandenburg, besonders im unmittelbaren Verflechtungsraum, gestaltet sich insofern schwierig, dass bei gegenseitiger Rücksichtnahme keines der beiden Länder sein jeweiliges Bauprogramm umzusetzen in der Lage wäre. Zwecks Erhaltung der vorhandenen Infrastruktur wird es daher zukünftig kaum mehr ohne Einschränkung  bzw. Beeinträchtigung des Individualverkehrs gehen.

Nach öffentlicher Ausschreibung hat die Firma Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co.KG aus Velten den Zuschlag für dieses Bauvorhaben  erhalten. Die Kosten für die gesamte Maßnahme betragen ca. 400.000 Euro.

Die Abschnittslänge der ampelsignalisierten Bauabschnitte wird so kurz wie möglich gehalten, was wiederum den Bauaufwand erhöht. Durch die Verkehrssicherungsfirma wird, besonders in der Anfangszeit der Baumaßnahme, kontinuierlich  die Signalisierung optimiert, um die Flüssigkeit der Verkehrsströme zu gewährleisten.

Aufgrund der geographischen Lage von Erkner und der fehlenden Alternativrouten ist das Anbieten von alternierenden Fahrstrecken fast ausgeschlossen, was wiederum zur Bündelung von Verkehrsströmen führt.

Dies führt in Folge dessen zu teils erheblichen Beeinträchtigungen und Staugefahr.

Der Landesbetrieb Straßenwesen als verantwortlicher Straßenbaulastträger bittet daher alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und erhöhte Aufmerksamkeit.

Änderungen im Bauablauf werden in gesonderten Bauinformationen veröffentlicht.

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  • Dr. Cornelia Mitschka
    Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg
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