05.06.2019„Innovationen im Straßenbau“ - Technische Neuerungen und Bauweisen auf den Weg bringen

Podiumsdiskussion © LS

Hochschulen, Universitäten, Forschungsanstalten und privatwirtschaftliche Unternehmen bringen Innovationen und technologische Neuerungen hervor, die zu wirtschaftlicheren Lösungen oder Einsparungen in Bauprojekten führen oder längere Lebensdauern von Produkten ermöglichen können. Wie aber können diese technischen Neuerungen und Bauweisen in der Praxis umgesetzt werden?

Zur Diskussion dieser Fragestellung hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg und der Fachhochschule Potsdam die Veranstaltungsreihe „Innovationen im Straßenbau auf dem Weg bringen" ins Leben gerufen. Die Auftaktveranstaltung dazu fand am 5. Juni 2019 in der Fachhochschule Potsdam statt. Vor Ort tauschten sich Experten und Interessierte aus Hochschulen, Forschungsanstalten, öffentlichen Einrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen über zukunftsweisende Ideen im Bereichs des Straßenbaus aus und diskusstierten die Umsetzung in der Praxis.

„Wir wollen die Straßeninfrastruktur im Land erhalten, modernisieren und da wo es erforderlich ist mit Neubau ergänzen. Dabei wollen wir schnell, kosteneffizient und innovativ bauen. Deshalb beteiligt sich die brandenburgische Straßenbauverwaltung an zahlreichen Forschungsprojekten des Bundes und hat seit 1990 über 40 Versuchsstrecken gebaut. Die gemeinsam mit der Fachhochschule gestartete Veranstaltungsreihe soll dazu beitragen, Innovationen auf die Straße zu bringen." sagte die Verkehrsministerin Kathrin Schneider zur Veranstaltung.

Prof. Bernd Schweibenz, Dekan des Fachbereichs Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Potsdam, führte moderierend durch die Veranstaltung und betonte dabei: "Als forschende Hochschule hat die Fachhochschule Potsdam die Entwicklung von Innovationen und den Transfer in die Praxis stets im Fokus. Im Straßenbau stehen dabei die Reduzierung von Umwelteinflüssen und die Ressourcenschonung als Beitrag zur Nachhaltigkeit im Vordergrund. Auch das Thema Mobilität ist ein Schwerpunkt, der an unserem Fachbereich in der Forschung vorangetrieben wird, um zukunftsweisende und praxisrelevante Lösungen für die künftige Straßeninfrastruktur zu etablieren. Wir freuen uns, Gast- und Ideengeber zu sein und die vielseitigen Ideen aus dem Bereich impulsgebend zu unterstützen."

Edgar Gaffry, Vorsitzender des Vorstands Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, stellte innovative Pilotprojekte aus dem Land Brandenburg vor: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es einen Stillstand in der Entwicklung nicht geben wird und nicht geben darf.  Eine Straße kann nie fertig sein. Neue Herausforderungen, die schon auf der Agenda stehen, sind beispielsweise der LifeCycle – Gedanke, Elektromobilität und veränderte Nutzungsansprüche an die Straße, wie Radverkehr und E-Scoter. Nicht zuletzt aber auch die Digitalisierung durch neue und sich verändernde Prozesse, Anwendungen, Vernetzungen und Kommunikation. Innovation heißt für uns aber auch stetige personelle Erneuerung mit qualifiziertem Personal. Mit der Kooperation der Fachhochschule Potsdam zum Dualen Studium wollen wir dem Ingenieurnachwuchs frühestmöglich die Chance geben, das theoretisch wissenschaftlich Erlernte durch praxisnahe Aufgaben und Fragestellungen kennenzulernen. Innovation muss aber auch eine Antwort auf die Frage bieten, wie wir Fachfachkräfte zukünftig befähigen, unterstützen und in die Lage versetzen können, selbständig an Herausforderungen zu arbeiten, von denen sie gestern noch gar nicht wussten, dass sie sie morgen bewältigen müssen."

Das Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg war als Anwender in der Praxis geladener Gast vor Ort und stellte anhand verschiedener Best-Practice Beispiele seine Erfahrungen dar. Zum Thema „Digitales, vernetztes und nachhaltiges Bauen" sprachen Dr. Dirk Ebersbach, Geschäftsführer VIA IMC GmbH sowie Dr. Marcus Müller, Gruppenleiter Digitalisierung STRABAG AG.

In einer abschließenden Podiumsdiskussion wurde der Übergang von der Theorie in die Praxis ausgelotet und die Frage aufgeworfen, wie Innovationen letztlich auf die Straßen in Brandenburg kommen.

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