21.11.2019Landesbetrieb Straßenwesen: Bereit für den Winterdienst

Winterdienst@LS

In der angelaufenen Wintersaison 2019/2020 wird der Landesbetriebs Straßenwesen (LS) wieder alles tun, um die Befahrbarkeit der Straßen auch bei Schnee und Eisglätte zu gewährleisten. Auf insgesamt etwa 10.000 km Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie etwa 1.350 km Radwegen werden 605 eigene und 259 befristete Winterdienstkräfte mit 291 eigenen Fahrzeugen sowie 119 Fahrzeuge einschließlich Personal über vertraglich gebundene Auftragnehmer  ihren Dienst im Schichtbetrieb absolvieren.

Daten und Fakten:

  • Der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) betreut Brandenburgs Autobahnen (800 Kilometer/1.600 Kilometer Richtungsfahrbahnen), Bundesstraßen (2.800 Kilometer), Landesstraßen (5.700 Kilometer) und die Kreisstraßen im Landkreis Dahme-Spreewald (ca. 230 Kilometer). Von den darin enthaltenen Ortsdurchfahrten (ca. 2.000 Kilometer) räumt und streut der LS für eine Vielzahl von Kommunen auch diese auf ca. 1.800 Kilometern. Hinzu kommen noch ca. 680 Kilometer Auf- und Abfahrten niveaufreier Knotenpunkte.
  • Je nach Verkehrsbedeutung sichern die Teams der zwölf Autobahnmeistereien und 33 Straßenmeistereien die Befahrbarkeit der Straßen. Autobahnen werden rund um die Uhr geräumt und gestreut, wenn es die Wetterlage erfordert. Auf anderen wichti-gen Straßen mit überörtlichem Charakter und starkem Berufsverkehr ist der Winter-dienst zwischen 4 und 22 Uhr im Einsatz, damit es in der Hauptverkehrszeit sicher voran geht. An Steigungsstrecken stehen mehr als  500 Boxen mit Streugut bereit, auf die insbesondere Lkw-Fahrer zurückgreifen können, wenn es bei Glätte nicht mehr vorwärts geht.
  • Der LS hat derzeit etwa 72.000 Tonnen Salz eingelagert. Der Salzverbrauch ist je nach Witterung unterschiedlich. In den Jahren zwischen 2014 und 2019 schwankte er zwischen 22.000 und 46.000 Tonnen, je nachdem, wie streng der Winter war und wie oft es Wechsel von Tau- und Frostperioden gab.


Wetterbeobachtung:

  • Zur Winterdienst-Technologie gehört auch die kontinuierliche Erhebung von Wetterdaten. 30 Autobahn-Messstellen im Land Brandenburg liefern für das bundesweit bestehende Straßenzustands- und Wetterinformationssystem (SWIS) Wetterdaten. Dieses bietet einen detaillierten Blick auf die Brandenburger Straßen. Daten wie Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, relative Luftfeuchtigkeit, Niederschlag sowie Bodentemperatur an der Fahrbahnoberfläche und in 30 Zentimetern Tiefe werden im 15-Minuten-Abstand aktualisiert und bilden die Basis für Einsatzentscheidungen. Alle Werte werden ständig mit den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) abgeglichen. Im Gegenzug liefert der DWD mehrmals täglich die Wetterprognosen für die unterschiedlichen Regionen des Landes. Diese sind für alle Autobahn- und Straßenmeistereien online abrufbar.

Streuguteinsatz:

  • Das Aufbringen reiner Tausalzlösungen „FS 100“ auf den Straßen ist inzwischen im Land Brandenburg etabliert. Alle Autobahnmeistereien im Land sind mit mindestens einem entsprechenden Fahrzeug für diese Technologie ausgestattet. Ein großer Vorteil der Tausalzlösungen bei der vorbeugenden Streuung ist die deutlich längere Liegedauer auf der Fahrbahn. Bei geeigneten Bedingungen ist der Einsatz von Tausalzlösungen eine geeignete Alternative zum Feuchtsalz, mit der sich der spezifische Tausalzverbrauch deutlich verringern lässt. Untersuchungen ergaben, dass bei der präventiven Streuung mithilfe des Einsatzes der FS-100-Technologie etwa 60 % Streusalz gegenüber „FS 30“ eingespart werden können. Umweltbelastungen infolge des Winterdienstes können damit weiter reduziert werden.
    Allerdings kann FS 100 die Feuchtsalztechnologie nicht komplett ersetzen, da sie bei schnee- und eisbedeckter Fahrbahn und/oder bei sehr niedrigen Temperaturen nicht die gewünschte Wirkung zeigt.
  • Daher ist die bewährte Feuchtsalztechnologie „FS 30“ weiterhin im Einsatz. Dabei kommt Streusalz - Natriumchlorid (NaCl) – zum Einsatz. Dieses wird an Bord der Winterdienstfahrzeuge im Verhältnis 70:30 mit einer Salz-Wasser-Sole vermischt und vom Streuteller fein verteilt auf die Fahrbahn ausgebracht. Dank der modernen Feuchtsalztechnologie „FS 30“ haftet das Material besser an der Fahrbahn an, als das trockene Salz allein. Ein Verwehen wird vermindert und das Salz kann da wirken, wo es gebraucht wird. Mithilfe des Einsatzes der „FS 30“-Technologie beträgt der Streusalzverbrauch etwa 5 bis 15 Gramm pro Quadratmeter. Diese Effektivität im Sinne von Natur und Umwelt ist möglich, weil die Streumenge je nach erforderlicher Tauleistung und Fahrbahntemperatur mithilfe von Sensoren im Winterdienstfahrzeug genau dosiert werden kann.


Das Ziel der Winterdienstaktivitäten besteht in der Sicherung der Befahrbarkeit der Straßen, was in erster Linie den „Kampf gegen Glätte“ bedeutet.
Alle Fahrzeugführer sind aufgerufen, sich auf die veränderten Verkehrsverhältnisse im Winter einzustellen, um ihrer Verantwortung im Straßenverkehr gerecht zu werden. Bitte verwenden Sie eine geeignete Bereifung, sorgen Sie für den ordnungsgemäßen Zustand der Fahrzeugbeleuchtung und planen Sie genügend Zeit ein.
Auch im Winter gilt der Grundsatz nach §3 Absatz 1 StVO: „Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen. […]“

Auswahl

Jahr
Rubrik


Aktuelle Stellenangebote

Illustration Jobs


Ihre Pressekontakte

  • Steffen Streu
    Pressesprecher
    Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg
    Betriebssitz Hoppegarten
    Lindenallee 51
    15366 Hoppegarten
    Tel.: 03342 249-1098
    E-Mail: Steffen.Streu@LS.Brandenburg.de