11.11.2020Bund gibt die Gelder zum Bau der Ortsumgehung Schmerzke frei

Läuft alles nach Plan, kann im kommenden Jahr mit dem Bau der Ortsumgehung Schmerzke begonnen werden. Der Bund hat die Finanzierung des Projekts sichergestellt. Der Planfeststellungsbeschluss liegt seit Juli dieses Jahres vor.

Ziel des Vorhabens ist, die Verbindung zwischen der Stadt Brandenburg an der Havel und der Autobahn A 2 zu verbessern.  Die Baustrecke reicht von der Einmündung der Straße Am Piperfenn im Gewerbegebiet Schmerzke in die Bundestraße (B) 102 bis zum Knotenpunkt  B 1 / B 102. Der neue Straßenverlauf wird östlich an Schmerzke vorbeiführen.

Der Bund stellt etwa 11,5 Millionen Euro für das Vorhaben bereit, das Land  ist mit 990 Tsd. Euro beteiligt. Im Frühjahr könnte mit der Baufeldfreimachung begonnen werden, Baubeginn wäre dann im zweiten Halbjahr.  Zu rechnen ist mit einer Bauzeit von zwei Jahren.

Während der Bauarbeiten ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen, insbesondere beim Umbau des Knotenpunktes der B 1 mit der B 102. Die Erreichbarkeit von Wust wird sichergestellt. Nur für die Zeit der Asphaltierung der Fahrbahn muss in Fahrtrichtung Brandenburg an der Havel eine Umleitungsstrecke genutzt werden. Ursprünglich waren dafür drei Monate eingeplant, durch eine Umplanung kann die Sperrzeit auf wenige Wochen reduziert werden.

Im vergangenen Jahr wurde der Bauabschnitt zum Ausbau der B 102 fertiggestellt. Die Bundesstraße wurde dreistreifig mit wechselseitigen Überholfahrstreifen ausgebaut. Für langsam fahrende Fahrzeuge wurden Wirtschaftswege und Straße neu geordnet. Über einen neuen Knotenpunkt mit Ampelregelung wird die B 102 mit der Landesstraße (L) 88 und der Gemeindestraße nach Paterdamm verknüpft.

Die Autobahnanschlussstelle Brandenburg (A 2 / B 102) wurde erneuert und mit einer Ampel ausgestattet. Am Ortseingang Rotscherlinde wurde zur Verkehrsberuhigung eine Mittelinsel errichtet. Entlang der Strecke wurde ein Radweg und ein Lärmschutzwall in der Ortslage Paterdamm gebaut. Um die Biotope zu erhalten wurden Amphibiendurchlässe und ein Otterdurchlass geschaffen. Die Gesamtkosten betrugen 13,23 Millionen Euro, davon etwa 11,9 Millionen Euro Bundesmittel und 1,3 Millionen Euro Landesmittel.  

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