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05.05.2021

Pilotprojekt Grünpflege jetzt auch im Bereich der Straßenmeisterei Eisenhüttenstadt

Der Landesbetrieb Straßenwesen startet das zweite Pilotprojekt zur insektenschonenden Grünpflege an Bundes- und Landesstraßen. Dafür hat das Grundsatzdezernat Umweltschutz und Landschaftspflege beim Landesbetrieb Straßenwesen mögliche Lösungen erarbeitet, die jetzt getestet werden.

Nach dem Start des ersten Pilotprojekts in der Straßenmeisterei Bad Freienwalde, wird nun das zweite Vorhaben im Bereich der Straßenmeisterei Eisenhüttenstadt auf den Weg gebracht. Erprobt wird ein insektenschonender Mähkopf des Unternehmens MULAG. Das Gerät zeichnet sich durch eine große Schnitthöhe aus, um die Bodenschicht zu schonen. Es hat einen geringen Bodenkontakt, um das Überfahren der Tiere zu verhindern. Die gezielte Luftzirkulation sorgt dafür, dass Insekten nicht angesaugt werden. Die zusätzliche, verstellbare Abstreifvorrichtung verscheucht die Tiere. Der neue Mähkopf wird in den kommenden zwei Jahren an der Landesstraße (L) 371 und an der L 45 getestet.

In den Meistereien kommt zur Pflege des Straßenbegleitgrüns ein sogenannter Schlegelmulcher zum Einsatz, der die Anforderungen an Robustheit, Sicherheit und Zeitaufwand für die Straßenmeistereien erfüllt. Bei diesem Gerät entsteht beispielsweise eine Sogwirkung, die den am Boden lebenden Tieren schadet. Die verbesserten Geräte sollen hier Abhilfe schaffen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde das erste Vorhaben in Kooperation mit der Maschinenfabrik Dücker und der Straßenmeisterei Bad Freienwalde gestartet. Zum Einsatz kommt ein Mähkopf für einen gewöhnlichen Schlegelmulcher, mit dem die Seitenstreifen der Straßen schonend bearbeitet werden können. Das Gerät verfügt über einen größeren Spielraum für die Einstellung der Schnitthöhe, die Sogwirkung im Mähkopf wurde reduziert und Vorbauten sorgen dafür, das Insekten vor dem Mähgerät verscheucht werden. Erprobt wird der angepasste Mähkopf an Abschnitten an der L 336 auf dem Gebiet der Straßenmeisterei Bad Freienwalde.

Die Auswirkungen auf die Artenvielfalt werden an den ausgewählten Streckenabschnitten bei beiden Pilotvorhaben mit faunistischen Untersuchungen begleitet. Bei den anderen Testflächen steht die Auswertung für die Machbarkeit und Effizienz für den Betriebsdienst in Mittelpunkt.

Die Straßenmeistereien des Landesbetriebs betreuen an 2.740 km Bundestraßen und 5.680 km Landesstraßen, einschließlich des Straßenbegleitgrüns.