L 65 Wahrenbrück: Brücke über die Schwarze Elster wieder offen für Fuß- und Radverkehr
- Erschienen amSpätestens ab Donnerstagnachmittag, den 4. Juni 2026, wird die Brücke über die Schwarze Elster entlang der Landesstraße L 65 in Wahrenbrück (Uebigau-Wahrenbrück, Elbe-Elster) wieder für den Fuß- und Radverkehr geöffnet.
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:
„Ich bin froh, dass es dem Landesbetrieb gelungen ist, eine pragmatische Lösung zu finden, um den Fuß- und Radverkehr wieder zu ermöglichen. Das ist eine große Erleichterung für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wahrenbrück. Ganz besonders denke ich an die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenwohnheims, die Eltern der Kindertagesstätte und die Mitglieder der Kirchengemeinde. Diese Einrichtungen sind jetzt wieder ohne Umwege zu erreichen. Aber das ist nur ein erster Schritt. Jetzt muss der Bau der neuen Brücke mit Hochdruck vorbereitet und umgesetzt werden.“
Ergebnis der Messungen: Fuß- und Radverkehr vorerst wieder möglich
Ergebnis der jüngsten Messungen ist, dass die Brücke spätestens ab Donnerstag, den 4. Juni 2026 für den Fuß- und Radverkehr vorerst wieder geöffnet werden kann. Hierfür wird das Bauwerk dauerhaft mittels Monitoring überwacht. Die weitere Nutzung der Brücke hängt stark von der Rissbildung ab.
Infolge der Vollsperrung Anfang April untersuchte der Landesbetrieb Straßenwesen durch erweiterte Messverfahren den tatsächlichen Zustand und die Schadensentwicklung der Brücke. So wurden auch unterschiedliche Szenarien zur Nutzbarkeit der Brücke für Fuß-, Rad- und leichten KfZ-Verkehr geprüft. Aus Sicherheitsgründen muss die Brücke für den KfZ-Verkehr gesperrt bleiben. Die zusätzliche Belastung würde die Schäden erheblich vergrößern.
Bürgerinformationsveranstaltung am 18. Juni 2026, 17 bis 19 Uhr, Graunzentrum in Wahrenbrück
Am Donnerstag, den 18. Juni 2026 von 17 bis 19 Uhr informieren der Landesbetrieb Straßenwesen, der Landekreis Elbe-Elster und die Verbandsgemeinde Liebenwerda vor Ort im Graunzentrum (Markt 10, 04924 Wahrenbrück) zu den nächsten Schritten, vorrangig der Beschleunigung des Ersatzneubaus und der Fuß- und Radverkehrsführung während der Bauzeit. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an interessierte und betroffene Bürgerinnen und Bürger in Wahrenbrück und Umgebung.
Hintergrund zum Brückenzustand
Die Brücke wurde 1970 aus spannungsrissgefährdetem Spannstahl gebaut. Um den schlechten Zustand der Brücke zu schonen, wurde bereits im Herbst 2025 eine Tonnagebegrenzung auf 16 Tonnen tatsächliches Gesamtgewicht eingerichtet.
Der Bauwerkszustand wurde folgend engmaschig durch spezielle Sensorik überprüft, die frühzeitig Risse im Spanndraht identifiziert. Eine erhöhte Rissbildung machte Anfang April die Sperrung der Brücke für den gesamten Verkehr notwendig.
