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Der Landesbetrieb Straßenwesen baut, prüft und erhält Brücken – mit System

Brücken – L66 Elbebruecke
L66 Elbebruecke © LS
Brücken – L66 Elbebruecke
L66 Elbebruecke
© LS

Planung und Bau von Brücken

Im Bauwesen gibt es kaum eine anspruchsvollere Herausforderung als den Bau einer Brücke. Das zeigt der Blick auf die Aspekte, die bereits beim Entwurf eines neuen Projekts berücksichtigt werden müssen:

Im Bauwesen gibt es kaum eine anspruchsvollere Herausforderung als den Bau einer Brücke. Das zeigt der Blick auf die Aspekte, die bereits beim Entwurf eines neuen Projekts berücksichtigt werden müssen:

  • Landschaftliche Gegebenheiten und geometrische Randbedingungen

    Länge, Höhe, Stützenstellungen und Form einer Brücke werden durch die natürliche Umgebung und die Überquerung von Straßen, Gleisen, Flüssen und Kanälen beeinflusst.

    Länge, Höhe, Stützenstellungen und Form einer Brücke werden durch die natürliche Umgebung und die Überquerung von Straßen, Gleisen, Flüssen und Kanälen beeinflusst.

  • Gestaltung

    Insbesondere bei weithin sichtbaren Brücken bzw. Brücken in exponierten Lagen kommt es darauf an, dass sich das Bauwerk harmonisch in die Umgebung einfügt oder auch gestalterische Akzente setzt.

    Insbesondere bei weithin sichtbaren Brücken bzw. Brücken in exponierten Lagen kommt es darauf an, dass sich das Bauwerk harmonisch in die Umgebung einfügt oder auch gestalterische Akzente setzt.

  • Baustoffe

    Die Auswahl der geeigneten Baustoffe ist von großer Bedeutung für das Bauwerk. Brücken werden in der Regel aus Beton, Stahl oder einer Kombination von Beton und Stahl gebaut. Die Wahl des Baustoffs richtet sich unter anderem nach der zukünftig zu erwartenden Belastung und nach den Bau- und Montagemöglichkeiten.

    Die Auswahl der geeigneten Baustoffe ist von großer Bedeutung für das Bauwerk. Brücken werden in der Regel aus Beton, Stahl oder einer Kombination von Beton und Stahl gebaut. Die Wahl des Baustoffs richtet sich unter anderem nach der zukünftig zu erwartenden Belastung und nach den Bau- und Montagemöglichkeiten.

  • Bauverfahren und Bauablauf

    Das Verfahren und der Ablauf beim Bau einer Brücke sind häufig kompliziert und aufwendig. Vor allem dann, wenn bei der Erneuerung bestehender Bauwerke der Verkehr während der Arbeiten aufrechterhalten werden muss. In einigen Fällen kann während der Bauarbeiten eine Behelfsbrücke errichtet werden. Dies ist jedoch nicht überall möglich.

    Das Verfahren und der Ablauf beim Bau einer Brücke sind häufig kompliziert und aufwendig. Vor allem dann, wenn bei der Erneuerung bestehender Bauwerke der Verkehr während der Arbeiten aufrechterhalten werden muss. In einigen Fällen kann während der Bauarbeiten eine Behelfsbrücke errichtet werden. Dies ist jedoch nicht überall möglich.

  • Dauerhaftigkeit

    Eine Brücke soll etwa  80 - 100 Jahre halten, bevor sie durch einen Neubau ersetzt wird. In dieser Zeit können Schäden nicht ausgeschlossen werden. Brücken müssen viel aushalten, manche werden täglich von tausenden Fahrzeugen überquert. Vor allem der LKW-Verkehr spielt hier eine wesentliche Rolle. 

    Eine Brücke soll etwa  80 - 100 Jahre halten, bevor sie durch einen Neubau ersetzt wird. In dieser Zeit können Schäden nicht ausgeschlossen werden. Brücken müssen viel aushalten, manche werden täglich von tausenden Fahrzeugen überquert. Vor allem der LKW-Verkehr spielt hier eine wesentliche Rolle. 

  • Wirtschaftlichkeit und Baulastträgerschaft

    Bei der Planung und dem Bau einer Brücke werden die Baulastträgerkosten berücksichtigt. Der Landesbetrieb plant und baut Brücken und überprüft regelmäßig die bestehenden Bauwerke an Landesstraßen (Baulastträgerschaft Land Brandenburg). Die Baulastträgerschaft für Bundesstraßen liegt beim Bund, der den Landesbetrieb mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragt hat (Auftragsverwaltung). Die Baulastträgerschaft für Kreisstraßen liegt beim jeweiligen Landkreis, für die Gemeindestraßen bei der jeweiligen Kommune und für die Autobahnen beim Bund. Die Aufgaben für die Planung, den Bau und Erhalt von Brücken an Autobahnen nimmt seit 01.01.2021 die Autobahn GmbH des Bundes wahr.

    Der Baulastträger ist für die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung zuständig, kommt für die Baukosten auf und muss den Erhalt der Brücke finanzieren. Nutzerkosten entstehen allen Verkehrsteilnehmer:innen durch Staus, Umleitungen, Sperrungen und Verspätungen. Je länger die Bauarbeiten dauern, desto höher werden Baulastträger und Nutzer:innen belastet.

    Bei der Planung und dem Bau einer Brücke werden die Baulastträgerkosten berücksichtigt. Der Landesbetrieb plant und baut Brücken und überprüft regelmäßig die bestehenden Bauwerke an Landesstraßen (Baulastträgerschaft Land Brandenburg). Die Baulastträgerschaft für Bundesstraßen liegt beim Bund, der den Landesbetrieb mit der Wahrnehmung der Aufgaben beauftragt hat (Auftragsverwaltung). Die Baulastträgerschaft für Kreisstraßen liegt beim jeweiligen Landkreis, für die Gemeindestraßen bei der jeweiligen Kommune und für die Autobahnen beim Bund. Die Aufgaben für die Planung, den Bau und Erhalt von Brücken an Autobahnen nimmt seit 01.01.2021 die Autobahn GmbH des Bundes wahr.

    Der Baulastträger ist für die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung zuständig, kommt für die Baukosten auf und muss den Erhalt der Brücke finanzieren. Nutzerkosten entstehen allen Verkehrsteilnehmer:innen durch Staus, Umleitungen, Sperrungen und Verspätungen. Je länger die Bauarbeiten dauern, desto höher werden Baulastträger und Nutzer:innen belastet.


Prüfung und Erhalt von Brücken

Die Sicherheit und Funktionsfähigkeit von Brücken ist im Interesse aller. Deshalb gehört die regelmäßige Prüfung und der Erhalt dieser Bauwerke zu den wichtigen Aufgaben des Landesbetriebs Straßenwesen.

Das ganze Jahr über sind die Prüfteams des Landesbetriebs in allen Teilen Brandenburgs unterwegs. Die DIN 1076 „Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen – Überwachung und Prüfung“ legt folgende Prüfzyklen fest: 

Die Sicherheit und Funktionsfähigkeit von Brücken ist im Interesse aller. Deshalb gehört die regelmäßige Prüfung und der Erhalt dieser Bauwerke zu den wichtigen Aufgaben des Landesbetriebs Straßenwesen.

Das ganze Jahr über sind die Prüfteams des Landesbetriebs in allen Teilen Brandenburgs unterwegs. Die DIN 1076 „Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen – Überwachung und Prüfung“ legt folgende Prüfzyklen fest: 

  • Hauptprüfung

    Alle sechs Jahre wird eine Brücke einer umfassenden Hauptprüfung unterzogen.  Dies ist ein aufwendiges Verfahren. Alle Bauwerksteile werden in den Blick genommen– auch die schwer zugänglichen Stellen, wie beispielsweise  Hohlräume.  Bei jedem Check kommen Hebebühnen oder Hubsteiger zum Einsatz. Bei Betonbrücken werden die Oberflächen Meter für Meter mit Hämmern abgeklopft, um eventuelle Hohlraumbildungen diagnostizieren zu können. Abdeckungen von Bauwerksteilen, z. B. Schutzhauben bei Seilen, Lagermanschetten, Schutzhüllen oder Schachtabdeckungen müssen geöffnet werden.

    Alle sechs Jahre wird eine Brücke einer umfassenden Hauptprüfung unterzogen.  Dies ist ein aufwendiges Verfahren. Alle Bauwerksteile werden in den Blick genommen– auch die schwer zugänglichen Stellen, wie beispielsweise  Hohlräume.  Bei jedem Check kommen Hebebühnen oder Hubsteiger zum Einsatz. Bei Betonbrücken werden die Oberflächen Meter für Meter mit Hämmern abgeklopft, um eventuelle Hohlraumbildungen diagnostizieren zu können. Abdeckungen von Bauwerksteilen, z. B. Schutzhauben bei Seilen, Lagermanschetten, Schutzhüllen oder Schachtabdeckungen müssen geöffnet werden.

  • Einfache Prüfung

    Drei Jahre nach einer Hauptprüfung wird die Einfache Prüfung durchgeführt. Dabei wird gründlich auf Sicht geprüft. Neben der Oberfläche des Bauwerks werden auch Lager, Gelenke und Übergangskonstruktionen, die Verankerungen von Bauteilen, wie Lärmschutzwände oder Leitungen in Augenschein genommen. Insbesondere bei Brücken die Gewässer überspannen, muss begutachtet werden, ob sogenannte Auskolkungen an den Fundamenten zu beobachten sind (Ausspülungen an den Gründungen der Brücke).

    Drei Jahre nach einer Hauptprüfung wird die Einfache Prüfung durchgeführt. Dabei wird gründlich auf Sicht geprüft. Neben der Oberfläche des Bauwerks werden auch Lager, Gelenke und Übergangskonstruktionen, die Verankerungen von Bauteilen, wie Lärmschutzwände oder Leitungen in Augenschein genommen. Insbesondere bei Brücken die Gewässer überspannen, muss begutachtet werden, ob sogenannte Auskolkungen an den Fundamenten zu beobachten sind (Ausspülungen an den Gründungen der Brücke).

  • Ausführliche Besichtigung

    In den Jahren zwischen der Haupt- und einfachen Prüfung, führt die jeweils zuständige Straßenmeisterei eine ausführliche Besichtigung durch. Der Landesbetrieb Straßenwesen prüft die Brücken im Land also in jedem Jahr.  Auch Sonderprüfungen werden durchgeführt, beispielsweise nach schweren Verkehrsunfällen.

    In den Jahren zwischen der Haupt- und einfachen Prüfung, führt die jeweils zuständige Straßenmeisterei eine ausführliche Besichtigung durch. Der Landesbetrieb Straßenwesen prüft die Brücken im Land also in jedem Jahr.  Auch Sonderprüfungen werden durchgeführt, beispielsweise nach schweren Verkehrsunfällen.

  • Dokumentation

    Nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren wird jeder Mangel in einem "Bauwerksbuch" elektronisch dokumentiert. Es enthält alle Daten des Bauwerks, beispielsweise Angaben über die Konstruktion und durchgeführte Prüfungen, über Schäden und deren Instandsetzung.

    Nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren wird jeder Mangel in einem "Bauwerksbuch" elektronisch dokumentiert. Es enthält alle Daten des Bauwerks, beispielsweise Angaben über die Konstruktion und durchgeführte Prüfungen, über Schäden und deren Instandsetzung.

  • Kosten

    Die kontinuierliche Begutachtung der Brücken ist nicht nur aus Sicherheitsgründen notwendig, sie hilft auch Kosten zu sparen. Frühzeitig erkannte Schäden, wie Risse oder Roststellen sind kostengünstiger und einfacher zu beseitigen, als große Mängel, die sich über einen längeren Zeitraum gebildet haben.

    Die kontinuierliche Begutachtung der Brücken ist nicht nur aus Sicherheitsgründen notwendig, sie hilft auch Kosten zu sparen. Frühzeitig erkannte Schäden, wie Risse oder Roststellen sind kostengünstiger und einfacher zu beseitigen, als große Mängel, die sich über einen längeren Zeitraum gebildet haben.

Video zur Bauwerksprüfung nach DIN 1076

Video zur Bauwerksprüfung nach DIN 1076

   

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Anzahl und Zustand der Brücken, die durch den Landesbetrieb Straßenwesen betreut werden

Brücken an Bundestraßen: 806 TBW (Gesamtlänge: 19.378 m; Fläche: 242.083 m²)

Brücken an Bundestraßen: 806 TBW (Gesamtlänge: 19.378 m; Fläche: 242.083 m²)

Brücken an Bundesstraßen
Zustandsnoten für Brücken an Bundesstraßen © LS
Brücken an Bundesstraßen
Zustandsnoten für Brücken an Bundesstraßen © LS

Brücken an Landesstraßen:  750 TBW (Gesamtlänge: 12.342 m; Fläche: 136.385 m²)

Brücken an Landesstraßen:  750 TBW (Gesamtlänge: 12.342 m; Fläche: 136.385 m²)

Brücken an Landesstraßen
Zustandsnoten für Brücken an Landesstraßen © LS
Brücken an Landesstraßen
Zustandsnoten für Brücken an Landesstraßen © LS