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35 Jahre Straßenwärterausbildung in Brandenburg – Start ins Berufsleben für 24 junge Menschen

- Erschienen am 02.09.2026
Gruppenfoto der Jungfacharbeiter zusammen mit Mike Koehler und Robert Crumbach © LS

Infrastrukturminister Robert Crumbach und Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen, haben heute in Friesack eine Straßenwärterin und 23 Straßenwärter freigesprochen. Die 24 Absolventinnen und Absolventen haben ihre dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. 21 von ihnen wurden beim Landesbetrieb Straßenwesen ausgebildet, eine Person beim Landkreis Havelland und zwei bei der Stadt Oranienburg. Alle 21 Absolventinnen und Absolventen des Landesbetriebs werden übernommen. Die Freisprechung fand in feierlichem Rahmen am historischen Ausbildungsstandort Friesack statt. Im Anschluss begingen die Beteiligten das Jubiläum „35 Jahre Straßenwärterausbildung“ mit einer Feierstunde. 

Minister Crumbach: „Ich gratuliere den Jungfacharbeiterinnen und Jungfacharbeitern herzlich zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildungszeit. Die feierliche Beendigung ihrer Berufsausbildung ist für unseren Nachwuchs ein wichtiger Schritt ins Berufsleben. Straßenwärterinnen und Straßenwärter tragen täglich dazu bei, dass die Bundes- und Landesstraßen sicher genutzt werden können. Dafür übernehmen sie Verantwortung, arbeiten mit moderner Technik und sind bei jedem Wetter im Einsatz. Die 24 Absolventinnen und Absolventen haben sich in drei Ausbildungsjahren das notwendige Wissen und praktische Können erworben. Dass wir heute in Friesack zugleich auf 35 Jahre Straßenwärterausbildung in Brandenburg zurückblicken, zeigt die Bedeutung einer verlässlichen Nachwuchsausbildung für die Straßenbauverwaltung. Auch in den kommenden Jahren werden wir weiter ausbilden, denn wir brauchen Nachwuchskräfte, um den vielfältigen Aufgaben auf den Straßen in unserem Land gerecht zu werden.“  

Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen: „Der Beruf verlangt handwerkliches Können, technisches Verständnis und umsichtiges Arbeiten im unmittelbaren Verkehrsraum. Die Absolventinnen und Absolventen kennen diese Anforderungen aus ihrer praktischen Ausbildung und können nun selbst Verantwortung übernehmen. Wir werden auch in den kommenden Jahren ausbilden, damit die Straßenmeistereien über qualifizierte Fachkräfte verfügen“. 

Der Landesbetrieb Straßenwesen vertritt die Zuständige Stelle für die Berufsausbildung zum Straßenwärter und zur Straßenwärterin im Land Brandenburg.  

Die Ausbildung umfasst unter anderem die Sicherung von Arbeitsstellen, Vermessungstechnik sowie Bau- und Instandsetzungsarbeiten. Hinzu kommen der Winterdienst, die Grünpflege und die Aufstellung sowie Instandhaltung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen. Während des praktischen Teils arbeiten die Auszubildenden gemeinsam mit den Beschäftigten ihrer Ausbildungsbetriebe auf den Straßen in Brandenburg. 

Der Berufsschulunterricht findet am Oberstufenzentrum Havelland in Friesack statt. Die überbetriebliche Ausbildung wird im Kompetenzzentrum für Nachhaltiges Bauen in Cottbus durchgeführt. Zur Ausbildung gehören außerdem der Erwerb der Fahrerlaubnisse der Klassen B, C und CE sowie Berechtigungen zum Führen von Radladern und zum Arbeiten mit Motorkettensägen. 

Oliver Reuß, Straßenwärter und Vorsitzender der Jugend und Auszubildenden Vertretung: „In der Ausbildung haben wir sehr unterschiedliche Aufgaben kennengelernt, von der Absicherung einer Arbeitsstelle bis zum Winterdienst. Besonders wichtig war für mich die praktische Arbeit im Ausbildungsbetrieb. Jetzt möchte ich das Gelernte anwenden und gemeinsam mit meinem Team Verantwortung übernehmen“.  

Nach dem Abschluss stehen den Straßenwärterinnen und Straßenwärtern verschiedene Einsatzmöglichkeiten in den Straßenmeistereien und kommunalen Straßenbaubehörden offen. Hinzu kommen fachliche Weiterqualifizierungsmöglichkeiten. 

35 Jahre Straßenwärterausbildung 

Am 1. Oktober 1991 begannen 18 junge Menschen ihre Ausbildung zur Straßenwärterin beziehungsweise zum Straßenwärter in Brandenburg. Die praktische Ausbildung erfolgte in den Straßenbaubehörden des Landes. Der überbetriebliche Teil wurde im damaligen Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Friesack vermittelt, der Berufsschulunterricht fand am Oberstufenzentrum Havelland in Friesack statt. 

Der Landesbetrieb Straßenwesen wurde am 1. Januar 2005 gegründet. Mit seiner Gründung wurde die bis dahin auf sechs Straßenbauämter und das Autobahnamt verteilte Ausbildungsorganisation zusammengeführt und neu geordnet. 

In den vergangenen Jahren wurden insgesamt über 500 junge Menschen ausgebildet. 

Der Landesbetrieb Straßenwesen sucht auch in den kommenden Jahren Nachwuchskräfte. Mehr dazu unter: https://ausbildung-ls.de/de

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