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L 65 Wahrenbrück: Vollsperrung der Brücke über die Schwarze Elster

- Erschienen am 09.04.2026

Ab Freitag, den 10. April 2026, 9.00 Uhr, wird die Brücke im Verlauf der Landesstraße L 65 über die Schwarze Elster in der Ortslage Wahrenbrück (Uebigau-Wahrenbrück, Elbe-Elster) voll gesperrt. Hintergrund ist eine erhebliche Schadenszunahme an der Brücke, die mittels Schallemissionsmonitoring zur Prüfung der Brückenbelastung erfasst wurde. Die Sperrung dauert zunächst voraussichtlich bis Ende Mai 2026 an. 

Maßnahme dient der Verkehrssicherheit

Die Vollsperrung stellt eine notwendige Maßnahme dar, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten. Das Bauwerk wurde 1970 als Spannbetonbrücke errichtet und stand zuletzt unter besonderer Beobachtung. Der eingesetzte Spannstahl gilt heute als spannungsrisskorrosionsgefährdet. 

Nach umfangreichen Untersuchungen an der Brücke im Sommer und Herbst 2025 wurde zur Erhaltung der Brücke eine Tonnagebegrenzung auf 16 Tonnen tatsächliches Gesamtgewicht eingerichtet. Darüber hinaus wurde der Bauwerkszustand engmaschig überprüft. Um den Zustand im Inneren der Brücke genauer zu überwachen, wurden Anfang März 2026 spezielle Sensoren angebracht, die frühzeitig Brüche im Spanndraht erkennen (Schallemissionsmonitoring). Eine Auswertung der jüngsten Messergebnisse des Monitorings zeigt eine erhebliche Schädigungszunahme, die eine zeitweise Vollsperrung des Bauwerks zwingend erforderlich macht. Nur so kann die Verkehrssicherheit gewährleistet werden.

Umleitung während der zeitweisen Vollsperrung

Die Brücke wird zunächst zeitweise, voraussichtlich bis Ende Mai 2026, für den gesamten Verkehr – KfZ-, Rad- und Fußverkehr – voll gesperrt. Der Verkehr wird über Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) umgeleitet. Die Umfahrung erfolgt über die Bundesstraßen B 183 und B 101. 

Vor-Ort-Termin am Freitag, den 10. April 2026, 10-12 Uhr

Für Freitag, den 10. April 2026 zwischen 10 und 12 Uhr lädt der Landesbetrieb Straßenwesen Interessierte zu einem Termin vor Ort an der Brücke auf der Wahrenbrücker Seite ein. In diesem Rahmen besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Die nächsten Schritte

Die Zeit der Sperrung wird genutzt, um weitere Kenntnisse über den Zustand der Brücke zu erhalten. In diesem Kontext sollen auch Szenarien geprüft werden, die eine Freigabe für den Fuß und Radverkehr oder PKW bis 3,5 Tonnen zulassen könnten. Die Ergebnisse liegen voraussichtlich Ende Mai 2026 vor. Mindestens bis dahin ist die Sperrung erforderlich. 

Ein Ersatzneubau der Brücke ist bisher für 2028 vorgesehen. Der Landesbetrieb Straßenwesen prüft derzeit, welche Möglichkeiten zur beschleunigten Umsetzung - unter Berücksichtigung der personellen und finanziellen Ressourcen sowie der Baurechtserlangung – bestehen. Diese Ergebnisse werden voraussichtlich ebenfalls Ende Mai 2026 vorliegen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen.

Brücken aus Spannstahl im Fokus

In der Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßenwesen befinden sich aktuell noch 65 Brücken, bei denen spannungsrisskorrosiongefährdeter Spannstahl eingebaut wurde. Diese Brücken stehen derzeit landesweit im Fokus besonderer Prüfungen. Der Landesbetrieb Straßenwesen überwacht diese Brücken mittels verdichteter Prüfintervalle und teilweise mittels Monitoring, um den langfristigen Erhalt und die Sicherheit zu gewährleisten.