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Baustart an der L 90 in Werder (Havel): Grundhafte Erneuerung der Eisenbahnstraße

- Erschienen am 14.07.2026

Ab Montag, den 10. August 2026, erneuert des Landesbetrieb Straßenwesen gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) und weiteren beteiligten Medienträgern die Ortsdurchfahrt Werder (Havel) im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Zuge der Landesstraße L 90. Mit der Maßnahme wird der grundhafte Ausbau der Eisenbahnstraße abgeschlossen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im April 2028 fertiggestellt.

Erneuerung der Eisenbahnstraße auf insgesamt 780 Metern Länge in vier Baubereichen

Die Eisenbahnstraße wird auf etwa 780 Metern Länge zwischen An der Föhse und Unter den Linden saniert. Die viel befahrene Strecke weist starke Schäden an der Bausubstanz auf. Die Schmutz- und Trinkwasserleitungen sind sanierungsbedürftig. Um den Abschnitt für alle Verkehrsteilnehmender verkehrssicher, nutzbar und übersichtlicher zu gestalten, wird der Bereich weitgehend grundhaft ausgebaut und die Deckschicht saniert.

Auf etwa 430 Metern wird im Tiefeinbau die vorhandene beschädigte Asphaltdecke abgetragen und neu hergestellt. Auf zusätzlich etwa 350 Metern wird die Deckschicht saniert. Weiterhin werden Entwässerungsanlagen sowie Trink- und Schmutzwasserleitungen instandgesetzt. Auch Gehwege, Zuwegungen, Zufahrten, Parkflächen und Sicherheitsstreifen werden erneuert.

Gebaut wird in insgesamt vier Baubereichen. 

  • Ab 10. August 2026 wird der Bereich von der Kemnitzer Straße bis zur Einmündung Unter den Linden auf ungefähr 175 Metern erneuert. Die Bauzeit beträgt etwa zwei Wochen. Hier wird die Straße durch ein Hocheinbau-Verfahren saniert. Dabei wird die vorhandene Deckschicht abgefräst und eine neue Deckschicht hergestellt. 

Die Reihenfolge der drei darauffolgenden Baubereiche befindet sich aktuell noch in der Abstimmung und wird mit einer gesonderten Pressemitteilung rechtzeitig vor Beginn mitgeteilt: 

  • Ein weiterer Baubereich liegt zwischen der Bernhard-Kellermann-Straße und der Einmündung zur Kemnitzer Straße. Auch hier wird auf einer Strecke von etwa 175 Metern im Hocheinbau verfahren. Aktuell wird mit einer Bauzeit von vier Wochen geplant.
  • Zudem wird der Bereich vom Kastanienweg bis zur Einmündung der Bernhard-Kellermann-Straße auf einer Länge von etwa 300 Metern grundhaft ausgebaut.
  • Weiterhin wird der Bereich zwischen An der Föhse und der Einmündung zum Kastanienweg auf insgesamt etwa 130 Metern Länge grundhaft erneuert.

In den Abschnitten, die grundhaft ausgebaut werden, plant der Landesbetrieb Straßenwesen mit einer Dauer von je ungefähr zehn Monaten Bauzeit. Grund für die Bauzeit ist neben dem Straßenbau ein, über viele Jahre komplex angewachsener Medienbestand im Boden. Leitungen unter der Straße müssen vollumfänglich neu- und umverlegt werden.

Vollsperrung während der Bauzeit in allen Baubereichen
Umleitung ab 10. August zunächst über B 1 und A 10 

Während der Bauzeit ist eine Vollsperrung in allen Baubereichen erforderlich.

Für den Bereich von der Kemnitzer Straße bis zur Einmündung Unter den Linden wird der gesamte motorisierte Verkehr ab 10. August 2026 über die Bundesstraße B 1 sowie die Autobahn A 10, Anschlussstelle Groß Kreutz – Anschlussstelle Phöben und zurück umgeleitet.

Der Radverkehr wird über den Hohen Weg und den Plantagenplatz zur Kemnitzer Straße sowie innerörtlich über eine ausgeschilderte Umleitung geführt. In den Seitenbereichen müssen Fahrräder geschoben werden. Der Linienbusverkehr wird nördlich und südlich an der Baustelle über Kemnitzer Straße/Kemnitzer Chaussee und Kesselgrund vorbeigeführt.

Verkehrsführung in den weiteren Baubereichen von der Bernhard-Kellermann-Straße bis zur Einmündung An der Föhse

In den folgenden Baubereichen von der Bernhard-Kellermann-Straße bis zur Einmündung An der Föhse wird der leichte Verkehr mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 7,5 Tonnen einschließlich des Radverkehrs ortsnah über die Kemnitzer Straße, die Kemnitzer Chaussee und Kemnitz bis zum Fuchsberg und umgekehrt umgeleitet.

Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 7,5 Tonnen müssen die Baustelle während der gesamten Bauzeit weiträumig über die B 1 bis zur A 10, Anschlussstelle Groß Kreutz – Anschlussstelle Phöben umfahren. Die Umleitung gilt auch in umgekehrter Richtung.

Über den Baubeginn und die Reihenfolge der nächsten Bauabschnitte sowie den Baufortschritt und weitere Verkehrseinschränkungen informiert der Landesbetrieb Straßenwesen laufend und rechtzeitig mit Pressemitteilungen.

Erreichbarkeit für unmittelbare Anlieger, Rettungsdienste und Einsatzkräfte

Unmittelbare Anliegerinnen und Anlieger des Baubereichs, Rettungsdienste und Einsatzkräfte können die Baustelle während der Bauzeit unter Beachtung des Baufortschritts weiterhin befahren. Sie werden von der ausführenden Baufirma rechtzeitig über anstehende Änderungen oder Beeinträchtigungen informiert.

Gemeinsam mit der Stadt Werder (Havel) führt der Landesbetrieb Straßenwesen eine Informationsveranstaltung für Anlieger sowie Grundstücksbesitzer des betreffenden Straßenabschnittes durch. Die Einladungen an die betreffenden Bürger versendet die Stadt Werder (Havel).

Hintergrund zur Gesamtmaßnahme

Die Erneuerung der Eisenbahnstraße im zweiten Abschnitt ist Teil einer gemeinsamen Maßnahme des Landesbetriebes Straßenwesen, der Stadt Werder (Havel) und weiterer Beteiligter zum grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt Werder (Havel). Die grundhafte Erneuerung des ersten Teilabschnitts der L 90 vom Kreisverkehr Elsastraße bis zum Ortsausgang Werder (Havel) wurde 2020 fertiggestellt.

Neben dem Landesbetrieb Straßenwesen und der Stadt Werder (Havel), sind der Wasser- und Abwasserzweckverband Werder-Havelland (WAZV), der e.dis, der e.dis therm sowie die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) am Ausbau der Eisenbahnstraße beteiligt.

Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen sowie um besondere Aufmerksamkeit auf den Umleitungsstrecken.