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Trotz Schnee, Eis und Glätte: Winterdienstsaison 2025/2026 erfolgreich gemeistert

- Erschienen am 15.04.2026

Mit dem Abschluss der Winterdienstsaison 2025/2026 am 15. April 2026 zieht der Landesbetrieb Straßenwesen eine positive Bilanz. Trotz des Winterwetters zu Beginn 2026 konnten die Anforderungen an den Winterdienst erfüllt und die Verkehrssicherheit weitestgehend gewährleistet werden. 

Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen: „Die zurückliegende Wintersaison war durch wechselhafte und teils anspruchsvolle Witterungslagen geprägt. Dass wir die Verkehrssicherheit im Straßennetz dennoch weitgehend gewährleisten konnten, ist vor allem dem engagierten Einsatz unserer Beschäftigten zu verdanken. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank“. 

Der Winterdienst sorgt zwischen Oktober und April für die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes auf rund 6.300 Kilometern Bundes- und Landesstraßen im Land Brandenburg. Zu den Kernaufgaben gehören vorrangig Räum- und Streuarbeiten. Auch 1.700 Kilometer innerörtliche Verbindungen werden durch den Landesbetrieb im Auftrag der Gemeinden winterdienstlich betreut. Priorität haben dabei die Hauptverbindungen für den überregionalen Verkehr sowie Strecken mit hoher Verkehrsdichte.  

Erfolgsfaktoren: Einsatzbereitschaft, Schichtsystem und gute Vorbereitung  

Schnee, Eis und Glätte stellten den Betriebsdienst zum Jahresbeginn 2026 vor Herausforderungen. Die Witterung erforderte einen erhöhten Kapazitätsbedarf und schnelle Reaktionen. Aufgrund der hohen Einsatzbereitschaft der Beschäftigten im Drei-Schicht-System von 3 bis 22 Uhr und der sehr guten Zusammenarbeit wurden die Straßen weitgehend zügig geräumt und von Eis befreit. Im Hintergrund sorgte ein gut abgestimmtes Salzmanagement unter deutschlandweit erhöhten Bedarfen für Nachschub und reibungslose Abläufe.  

Zahlen, Daten, Fakten 

Für den Winterdienst waren 2025/2026 insgesamt rund 1.000 Beschäftigte in den 33 Straßenmeistereien im Einsatz. Neben den Straßenwärterinnen und –wärtern umfasst dies auch leitendes und technisch-sachbearbeitendes Personal, kaufmännische Angestellte, Schlosserinnen und Schlosser, Azubis und befristete Winterdienstkräfte. 

Durch die Witterung kam es zu längeren Frostperioden. Um die Bundes- und Landesstraßen von Eis und Glätte zu befreien, war der Salzverbrauch deshalb deutlich höher als in den Vorjahren. In der Winterdienstsaison 2025/2026 wurden insgesamt rund 50.800 Tonnen Salz verbraucht. Verglichen mit dem durchschnittlichen Verbrauch der vergangenen vier Winter von rund 25.000 Tonnen pro Jahr war der Salzverbrauch in der Saison 2025/2026 mehr als doppelt so hoch. Zwischenzeitlich musste Salz nachbestellt und teilweise nach Bedarfen priorisiert werden. 

Zum Einsatz kamen vorrangig Feuchtsalz-Streutechnologien mit unterschiedlichen Mischverhältnissen, wie zum Beispiel „FS 30“, das aus 30 % Salzsole und 70 % trockenem Auftausalz besteht. Es wurde auch reine Salzsole verwendet. Die 100-prozentige Sole kann bei drohendem Kälteeinbruch bis – 6 Grad Celsius präventiv gestreut werden. Durch eine imprägnierende Wirkung verhindert sie die Bildung von Glätte.  

Zur Durchführung der Arbeiten waren rund 250 Fahrzeuge in Betrieb. Der Fuhrpark des Winterdienstes umfasst Lastkraftwagen, Unimogs und Schlepper sowie mittelschwere Fahrzeuge für den Einsatz auf Radwegen. Von den insgesamt 250 Fahrzeugen werden 179 für klassische Streu- und Räumeinsätze unter Einsatz von FS 30 verwendet. 33 stehen für die Streuarbeiten mit reiner Salzsole bereit. 

Vorbereitung ist alles: Nach dem Winter ist vor dem Winter 

Mit Abschluss der Winterdienst-Saison 2025/2026 starten die Vorbereitungen für die kommende Saison. Der Betriebsdienst beginnt bereits jetzt die Salzhallen wieder aufzufüllen. So wird sichergestellt, dass auch bei früh einsetzender Winterwitterung die Straßen geräumt und gestreut werden können. Daneben werden vorbereitende Maßnahmen, wie Fahrsicherheitstrainings durchgeführt und die Einsatzfähigkeit von Fahrzeugen und Technik sichergestellt. In den nächsten Monaten wertet der Betriebsdienst die Erfahrungen des letzten Winters aus, um sich auf die nächste Saison vorzubereiten. 

Frost-Tauwechsel führen vermehrt zu Straßenschäden  

Die häufigen Frost-Tau-Wechsel führten vermehrt zur Bildung von Straßenschäden und Schlaglöchern. Schäden werden wöchentlich durch die Straßenmeistereien des Landesbetriebes erfasst und dokumentiert. In betroffenen Streckenabschnitten wird die Verkehrssicherheit durch unterschiedliche Maßnahmen, wie dem Einsatz von Kalt- und Heißmischgut oder auch zusätzlichen Beschilderungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen, aufrechterhalten.