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L 23: Beseitigung des Bahnübergangs am Bahnhof Fangschleuse

Umgestaltung der neuen Verkehrsführung für die Landesstraße L 23 schreitet voran

- Erschienen am 17.07.2026

Die Arbeiten für den neuen Straßenverlauf der Landesstraße L 23 verlaufen planmäßig. Am Freitag, den 24. Juli 2026, wird der Bahnübergang am alten Bahnhof Fangschleuse dauerhaft geschlossen. Bis die neue Straßenüberführung im Zuge der L 23 voraussichtlich Ende 2026 fertiggestellt ist, wird für Verkehrsteilnehmende eine Umfahrung eingerichtet.

Enge Abstimmung und Taktung im Bauablauf:
Die DB InfraGO AG und der Landesbetrieb Straßenwesen arbeiten parallel

Im Zeitraum der Vollsperrung der Bahnstrecke vom 24. Juli, circa 21.00 Uhr bis zum 14. August 2026 wird die DB InfraGO AG den alten Bahnübergang vollständig zurückbauen. Parallel wird der Landesbetrieb Straßenwesen weiter an der Straßenüberquerung inklusive der Rampen für die veränderte Verkehrsführung arbeiten. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant.

Hintergrund für den Umbau des beschrankten Bahnübergangs zu einer barrierefreien Straßenüberführung samt Geh- und Radweg ist die Weiterentwicklung und Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur im Bereich des Industriegebietes. Aufgrund der Zunahme des Kfz-Verkehrs sowie des umfangreichen Ausbaus der Bahnanlagen wäre ein Bahnübergang nicht mehr ausreichend leistungsfähig. Die Landesstraße wird daher durch Schaffung einer Straßenüberquerung für die Zukunft gerüstet und damit an die zu erwartende Verkehrsbelastung auf Straße und Schiene angepasst.

Künftig werden Schrankenschließzeiten entfallen und der Straßenverkehr wird unabhängig vom Bahnverkehr abgewickelt.

Bauarbeiten seit Oktober 2025 im Zeitplan

Seit Oktober 2025 ist der Landesbetrieb Straßenwesen für die Anpassung der L 23 im Baufeld aktiv: Für das Brückenbauwerk wurden bereits Fundamente und Widerlager als auch das Traggerüst für die Betonschalung gebaut. Im nächsten Schritt wird alles für die Betonage des Überbaus vorbereitet. Im Anschluss wird die Bauwerkskappe gefertigt und das Bauwerk mit allen dazugehörigen Ausstattungselementen verkehrssicher hergestellt. Nach erfolgreichem Umbau der Oberleitungsanlagen der DB InfraGO AG kann das derzeit überhöht hergestellte Bauwerk dann in den Endzustand auf die bereits vorbereiteten Widerlager abgesenkt werden.

Für die nördliche Rampe wurde eine Stützwand errichtet. Des Weiteren wurden die im Baubereich befindlichen Bushaltestellen zurückgebaut. Auch zwei Versickerungsbecken wurden errichtet. Als Nächstes werden weitere Rückbauarbeiten der alten L 23 erfolgen, sowie die Lücken zwischen der alten und der neuen Fahrbahn geschlossen.

Zwei Umleitungsphasen für Erreichbarkeit des alten und des neuen Bahnhofs Fangschleuse

1. Umleitungsphase: Bereich des geschlossenen „alten“ Bahnhofs bis 14. August 2026

Im Zuge der Vollsperrung verändert sich die Zufahrt des Bahnhofs Fangschleuse für alle Verkehrsteilnehmenden. Ab Freitag, den 24. Juli 2026, um circa 21:00 Uhr bis Freitag, den 14. August 2026, um circa 22:00 Uhr kann der von Zügen nicht mehr bediente Bahnhof Fangschleuse nicht mehr über die L 23 aus südlicher Richtung erreicht werden. Die Landesstraße wird in diesem Zeitraum aufgrund der Bauarbeiten am Bahnübergang ab dem Knotenpunkt mit der L 38 ebenso voll gesperrt.

2. Umleitungsphase: Neuer Bahnhof ab 15. August 2026

Ab dem 14. August 2026, ca. 22.00 Uhr ist der westlicher gelegene neue Bahnhof Fangschleuse nutzbar und die südliche Zufahrt über die L 23 möglich. Die Aufnahme der Bedienung durch die Linie RE1 ist am 15. August 2026, frühmorgens geplant. Über Einzelheiten der Angebotsgestaltung informieren Sie sich bitte über die Online-Medien des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) sowie der Deutschen Bahn (DB). Der Bahnhof kann dann für den motorisierten Verkehr nur von dem Knotenpunkt L 38 über die L 23 und der temporären Straße erreicht werden. Die Erreichbarkeit aus der nördlichen Richtung kann erst mit Fertigstellung der neuen Überführung zum Jahresende erfolgen.

Während der beiden Umleitungsphasen gilt die großräumige Umfahrung von der L 23 über Grünheide und Kagel-Möllensee zur L 232. Von dort werden Verkehrsteilnehmende über Kagel und Lichtenow zur B 1 in Richtung Ost zur L 385 geleitet. Diese führt in den Süden über Kienbaum nach Hangelsberg zur L 38, die wieder westlich zur L 23 führt. Gleiches gilt für die umgekehrte Richtung.

Der auf der Autobahn zulässige Verkehr kann zudem die Autobahn als Umfahrung nutzen.

Mit Sperrung des Bahnübergangs besteht über die Landesstraße keine südliche Zuwegung mehr für zu Fuß Gehende oder Radfahrende mehr zum neuen Bahnhof.

In Zusammenarbeit der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg, der Gemeinde Grünheide (Mark), dem Landkreis Oder-Spree, der Autobahn GmbH des Bundes und dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg wird der bestehende Radweg von Erkner zum Güterverkehrszentrum Freienbrink-Süd um einen neuen Anschluss an den neuen Bahnhof Fangschleuse erweitert. Dank der Zusammenarbeit dieser Beteiligten kann der Radweg zeitnah eröffnet und von der Bevölkerung genutzt werden.

Über Fahrplanänderungen des Busverkehrs informiert die Busverkehr Oder-Spree GmbH.

Nächstes Projekt: Die Netzergänzung L 386 zwischen der A 10 und der L 23

Für den Fahrzeugverkehr dient die temporäre Straße bis zur Inbetriebnahme der neuen L 386 der Erschließung des neuen Bahnhofs von Osten. Die L 386 wird im nächsten Schritt fertiggestellt und verläuft als Netzergänzung zwischen der Bundesautobahn A 10 und der L 23. Der Bau der Straße wird auch fünf Bauwerke beinhalten. Die Inbetriebnahme der L 386 ist derzeit für Ende des Jahres 2027 vorgesehen.

Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet für alle entstehenden Einschränkungen während der Bauzeit um Verständnis.