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Extreme Hitze: Straßenmeistereien erhöhen vorsorglich ihre Einsatzbereitschaft

- Erschienen am 25.06.2026

Für das kommende Wochenende werden in Brandenburg Temperaturen von deutlich über 35 Grad Celsius erwartet. Der Landesbetrieb Straßenwesen bereitet sich deshalb auf mögliche hitzebedingte Schäden an einzelnen Bundes- und Landesstraßen vor. Die Straßenmeistereien verstärken vorsorglich ihre Streckenkontrollen, erhöhen ihre Rufbereitschaft und passen ihre Arbeitsabläufe an die hohen Temperaturen an. So können mögliche Schäden frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit schnell eingeleitet werden. 

Nicht jede hohe Lufttemperatur führt automatisch zu Fahrbahnschäden. Ob und in welchem Umfang Schäden entstehen, hängt vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren ab. Neben der Lufttemperatur spielen unter anderem die Oberflächentemperatur der Fahrbahn, die Dauer der Hitzeperiode, die Verkehrsbelastung sowie Bauweise und Zustand der Straße eine entscheidende Rolle. 

Schäden treten deshalb in der Regel nur vereinzelt auf. Betroffen sein können einzelne Straßenabschnitte, bei denen mehrere ungünstige Faktoren zusammenkommen. 

Wenn Asphalt ins Schwitzen gerät 

Entscheidend ist nicht allein die Lufttemperatur. Durch intensive Sonneneinstrahlung können sich Fahrbahnen auf deutlich mehr als 60 Grad Celsius aufheizen. Kühlen sie in den Nächten, etwa bei anhaltenden Tropennächten, nicht ausreichend ab, wird das im Asphalt enthaltene Bindemittel Bitumen weich und kann an die Oberfläche treten. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer sogenannten „schwitzenden Decke“. Unter der Belastung des Verkehrs können sich anschließend Verdrückungen, Spurrinnen, Aufwölbungen oder sich lösende Asphaltstücke bilden. 

Straßenmeistereien beobachten das Straßennetz verstärkt 

Die 33 Straßenmeistereien des Landesbetriebs kontrollieren das Straßennetz in den kommenden Tagen verstärkt auf Veränderungen der Fahrbahnoberflächen. Zeigen sich erste Verformungen oder Schäden, können Einsatzkräfte dank der eingerichteten Rufbereitschaft auch außerhalb der regulären Dienstzeiten kurzfristig ausrücken und Sicherungsmaßnahmen einleiten. Darüber hinaus wurden ausreichend Materialien, insbesondere Splitt, bereitgestellt. 

Die Verkehrssicherheit hat dabei oberste Priorität. Je nach Art und Ausmaß des Schadens werden betroffene Stellen abgesichert, Geschwindigkeitsbegrenzungen angeordnet oder Reparaturen eingeleitet. Kleinere Schäden können durch sogenanntes Absplitten gesichert werden. Dabei wird die Fahrbahnoberfläche mit Splitt behandelt, um die Schadstelle abzudichten und die Verkehrssicherheit bis zu einer dauerhaften Instandsetzung zu erhalten. Nur wenn eine sichere Befahrbarkeit nicht mehr gewährleistet werden kann, können in Ausnahmefällen weitergehende Verkehrsregelungen wie Teil- oder Vollsperrungen erforderlich werden. 

Arbeiten unter besonderen Bedingungen 

Die angekündigte Hitze stellt auch die Beschäftigten der Straßenmeistereien vor besondere Herausforderungen. Viele Arbeiten finden auf aufgeheizten Fahrbahnen und häufig ohne Schatten statt. Deshalb werden die Arbeitsabläufe soweit möglich an die Witterungsbedingungen angepasst. Dazu können unter anderem frühere Arbeitsbeginne, regelmäßige Erholungspausen sowie eine ausreichende Versorgung mit Getränken gehören. Ziel ist es, notwendige Arbeiten auch bei hohen Temperaturen sicher durchführen und gleichzeitig die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. 

Hinweise für Verkehrsteilnehmende 

Verkehrsteilnehmende werden gebeten, auf kurzfristig eingerichtete Geschwindigkeitsbegrenzungen und Absicherungen zu achten. Wer ungewöhnliche Fahrbahnunebenheiten oder Verformungen feststellt, sollte seine Geschwindigkeit anpassen und besonders aufmerksam fahren. 

Der Landesbetrieb Straßenwesen beobachtet die weitere Wetterentwicklung fortlaufend und wird bei Bedarf kurzfristig zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Verkehrssicherheit auf den Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg sicherzustellen.